Rettungssport

Seit Jahren schwimmen die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft bei internationalen Wettkämpfen in der Weltspitze mit. Zahlreiche Welt- und Europameistertitel sowie Weltrekorde geben ein Beispiel für die überragenden Leistungen der deutschen Rettungsschwimmer.

Der Rettungssport ist aber mehr als nur ein Sport. Je schneller Rettungsschwimmer im Wasser sind, desto besser können sie in Not geratenen Schwimmern helfen. Deshalb finden nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationaler Ebene verschiedene Meisterschaften statt. Diese Events helfen außerdem, den Geist des Rettungsschwimmens und Freundschaften über Ländergrenzen hinweg zu vereinen.

Im Landesverband Berlin wird der Rettungssport teilweise in Bezirksmeisterschaften und den Landesmeisterschaften organisiert. Im Frühjahr finden die Berliner Meisterschaften statt und werden von der DLRG-Jugend organisiert. Sie gelten als Qualifizierungswettkampf für die Deutschen Meisterschaften, wo die besten Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland gegeneinander antreten!

International werden Europa- und Weltmeisterschaften (Rescue) organisiert. Des Weiteren ist der Rettungssport bei den World Games vertreten, den Spielen der nicht olympischen Sportarten.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft ist Spitzenverband im Deutschen Sportbund und insofern der Verband, der für den Rettungssport in Deutschland zuständig ist. Außerdem ist die DLRG Mitglied in den entsprechenden internationalen Organisationen. Das zentrale Anliegen ist es, die Sportler zu befähigen, auch unter schwierigen Bedingungen Leben retten zu können. Gefragt sind also nicht nur konditionelle Fähigkeiten, sondern auch die psychische Stärke, unter widrigen äußeren Umständen und im Zustand zunehmender Erschöpfung ein anstrengendes Programm zu absolvieren.

Was macht den Rettungssport so interessant?

Im Vergleich mit anderen Sportarten hat die DLRG kaum Nachwuchsprobleme. Eher schon ist es schwierig, für die vielen jungen Sportlerinnen und Sportler entsprechende Trainingsbedingungen zu realisieren. Außerdem gibt es wohl kaum eine andere Sportart, bei der so unterschiedliche Anforderungen an die Sportler gestellt werden und die zugleich mit so viel Spaß verbunden ist. Im Rettungssport verbinden sich schwimmerische und leichtathletische Anforderungen mit dem Anliegen der Lebensrettung; ebenso haben Elemente aus Spielsportarten ihren Platz gefunden. Wettkämpfe für jedes Alter und für jede Leistungsklasse finden in Schwimmhallen, an Binnengewässern und natürlich an Nord- und Ostsee statt - besonders die Freigewässerkonkurrenzen zählen zu den attraktivsten und zugleich härtesten Wettkämpfen. Mehr über unser Kursangebot im Schwimm- und Rettungsschwimmbereich erfahrt ihr direkt in eurem Bezirk.

Einen Überblick über unsere verschiedenen Kurse und deren Inhalt bekommt ihr hier.

Das Augenmerk, das die DLRG dem Breitensport widmet, hat zudem einen noch wichtigere Grund: Jedem Menschen ist es möglich, Leben zu retten, wenn er über entsprechende Grundkenntnisse und ein Mindestmaß an körperlichen Fähigkeiten verfügt. Mit einer entsprechenden Zahl von ausgebildeten, breitensportlich orientierten Rettungsschwimmern - zumal in Verbindung mit der in der DLRG verfügbaren Technik - kann eine effektivere Sicherung von Bädern und wassersportlichen Veranstaltungen erfolgen, als es mit einer kleinen Gruppe von Hochleistungssportlern möglich wäre.

Das berührt einen weiteren Aspekt - die enge Verbindung von sportlichem Training und Wettkampf mit dem Wachdienst als Rettungsschwimmer. Auf diese Art und Weise ist gewährleistet, dass die Sinnsetzung der sportlichen Tätigkeit ständig bewusst bleibt.